Während der 2. Regionalkonferenz am 26. – 27.8.2003 in Berlin haben die TeilnehmerInnen vereinbart, in vier zweitägigen Veranstaltungen Qualitätsmaßstäbe und Instrumente zur Messbarkeit zu entwickeln, sowie in Projektsimulationen die Wirksamkeit zu überprüfen und zu evaluieren.

Die Weiterbildung erfolgt im Auftrage der Deutschen Sportjugend durch das Fachinstitut Hullmann & Wehr auf der Grundlage des beigefügten Programmplanes. Sie soll dem in der Untersuchung von Prof. Dr. Breuer zum Ausdruck gebrachten dringenden Wunsch nach fachlicher Unterstützung bei der Arbeit in den Sozialen Initiativen im Jugendsport entsprechen.

Die TeilnehmerInnen der Regionalgruppe 2 (Nord-Ost) nehmen das Angebot der Deutschen Sportjugend wahr, entsprechend den Handlungsempfehlungen aus der Untersuchung zur Soziale Offensive im Jugendsport an Qualifizierungsmaßnahmen teilzunehmen.

Die TeilnehmerInnen äußerten den Wunsch  die vorgestellten Schulungsbausteine mit Merkmalen des Qualitätsmanagements zu verknüpfen. Deshalb wird diese Regionalgruppe darüber hinaus im Rahmen dieser Qualifizierungsmaßnahmen versuchen, ein Qualitätsmanagement- und Qualitätssicherungssystem für soziale Initiativen im Sport zu konzipieren. Ferner sollen gemeinsam Strategien entwickelt werden, um die Qualität, den Wert und den Nutzen in Politik und Öffentlichkeit angemessen einzubringen und zu präsentieren.

Die vorgesehenen Inhalte der Weiterbildungsbausteine ( Lernverständnis und Empowerment, Kommunikation und Information, Projektmanagement, Marketing – Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung mit anderen sozialen Trägern) werden in der Gesamtanlage dieses Lern- und Entwicklungsprozesses integriert.

 

1. Workshop 28.-29.10.2003 in Blossin/Brandenburg

 

     Erstellung eines Organisationsleitbildes

Das Weiterbildungsangebot zur zweiten Regionalkonferenz begann mit dem ersten Workshop am 28.10.03 um 10:30 Uhr und endete am 29.10.03 um 16:30 Uhr.

Die TeilnehmerInnen vereinbarten, das Qualitätssicherungssystem EFQM-Grundlagen (Leitbild) weiterzuentwickeln.
Sie verständigten sich auf 2 konkrete Projekte aus den eigenen Reihen. Die teilnehmenden Projektverantwortlichen erklären sich bereit, ihr Projekt in der nächsten Weiterbildungseinheit zu präsentieren.

Es wurde vereinbart, dass ein Projektleiter nach Abstimmung der Kategorien für seine Einrichtung ein Leitbild formuliert und in der nächsten Weiterbildungseinheit den TeilnehmerInnen zur Diskussion stellt.

Inhalte des nächsten Workshops werden die differenzierte Ausarbeitung der EFQM Kriterien sein.

 

2. Workshop 02.-03.12.2003 in Lindow/Brandenburg 

 

     Entwicklung von EFQM Kriterien

Am 02. und 03.12.2003 veranstaltete die Deutsche Sportjugend den zweiten Workshop in der Qualifizierungsreihe "Weiterbildung von Verantwortlichen sozialer Initiativen im Jugendsport" in der Landessportschule des Landessportbundes Brandenburg in Lindow.

 

Schwerpunkt dieses Seminars was es, die Entwicklung eines bereits im ersten Workshop begonnenen EFQM-Verfahrens weiterzu-entwickeln. In diesem Zusammenhang präsentierte der Leiter des Projektes "KICK Berlin" ein entsprechendes Projektleitbild. Die Moderatoren fügen ergänzend hinzu, dass ein Leitbild den Charakter eines Versprechens hat. Über das Thema Leitbilderstellung und die Weiterentwicklung von EFQM-Kriterien wurde intensiv und in sehr kollegialen Zusammenarbeit diskutiert. Der Projektverantwortliche von KICK erklärt sich bereit, das eigene Leitbild mit diesenAnregungen weiterzuentwickeln und den TeilnehmerInnen im nächsten Workshop zur Diskussion zu stellen.

 

 

3. Workshop 19.-20. 02.2004 in Berlin

 

Weiterentwicklung der EFQM-Kriterien

Der dritte Workshop der vierteiligen Qualifizierungsreihe fand am 19. und 20. Februar  2004 in der Bildungsstätte der Sportjugend Berlin in Berlin statt.

 

Die TeilnehmerInnen hatten sich im letzten Workshop darauf verständigt anwendungsbezogene Aufgaben aus ihrem beruflichen Feld zu entfalten. Die vorgestellten Ergebnisse dienen als exemplarische Lernelemente zu einzelnen Kriterien / Bausteinen innerhalb der Entfaltung eines EFQM Prozesses.

 

Das überarbeitete Leitbild für das KICK-Projekt wurde vom Projektleiter vorgestellt. Ebenfalls haben die TeilnehmerInnen eine Fülle von Begrifflichkeiten zur Qualitätssicherung zusammengetragen und erste Definitionen dieser Fachbegriffe geliefert. Die Moderatoren werden bis zum vierten Workshop dieses Fach-ABC zusammentragen.

 

Die Vertreterin der Sportjugend Elbe-Elster (Brandenburg) präsentierte die Leitgedanken der Aufgabenstellung ihrer verbandlichen Arbeit mit dem Schwerpunkt der Förderung von Kinder und Jugendlichen in der Region. Die TeilnehmerInnen entwickelten hierzu Kriterien zur Qualitätsmessung.

 

4. Workshop 23. und 24.03.2004 in Blossin

 

 

Abschlussseminar "Soziale Initiativen im Sport" 2. RG

Am 23. und 24.03.2004 fand im Jugendbildungszentrum Blossin das letzte Seminar der vierteiligen Qualifizierungsreihe "Weiterbildung von Verantwortlichen Sozialer Initiativen im Jugendsport" der Deutschen Sportjugend statt.

Die Qualifizierungsreihe ist Teil des Projektes „Soziale Offensive im Jugendsport“ der dsj, das seit 1999 im Rahmen des Programms E&C – „Entwicklung und Chancen von benachteiligten Kindern und Jugendlichen in sozialen Brennpunkten und strukturschwachen ländlichen Regionen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ –  im organisierten Kinder- und Jugendsport durchgeführt wird.

Die zweite Regionalgruppe bestand überwiegend aus hauptamtlichen MitarbeiterInnen von sozialen Maßnahmen und Projekten aus Berlin, Brandenburg und Niedersachen. Anders als in der 1. Regionalgruppe bestand der Schwerpunkt der gesamten Qualifizierungsreihe der 2. Regionalgruppe darin, ein Qualitätssicherungsverfahren (EFQM) zu entwickeln, das die Arbeit in sozialen Projekten stärken und professionalisieren soll.

Während der Qualifizierungsreihe konnten Merkmale und Kriterien aus der Praxis der sozialen Initiativen definiert werden, die zur Beschreibung der Qualität in diesem Bereich gelten. Schließlich wurden Messinstrumente und Evaluationsverfahren entwickelt, mit denen sich einzelne Module der Qualitätssicherung wie etwa, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Finanzierung, Lobbyarbeit usw., nicht nur optimal steuern, sondern auch jederzeit überprüfen lassen.

Am Mittwoch, den 24. März 2004 besuchte das Vorstandsmitglied der dsj Jan Holze die Weiterbildungsveranstaltung und konnte sich in einer Diskussionsrunde mit den SchulungsteilnehmernInnen und den Referenten  des Seminars über die Erfahrungen, Erwartungen und ihren Perspektiven für die Zukunft ein erstes Feedback einholen. 

 

Die TeilnehmerInnen des Seminars äußerten ihre Zufriedenheit bezüglich der Inhalte der Qualifizierungsreihe und teilten zugleich mit, dass sogar einzelne Module des Kurses in der alltäglichen Arbeit in sozialen Projekten übernommen und angewandt werden konnten. Ebenfalls fühlten sich die TeilnehmerInnen des Kurses bei übereinstimmenden Inhalten bestätigt, die während des Kurses behandelt wurden aber schon vor Kursantritt bereits bekannt waren.

Das zu Beginn der Qualifizierungsreihe ehrgeizig aufgestellte Ziel, ein Handbuch zu entwickeln, in dem alle Merkmale der Qualitätssicherung  dokumentiert werden sollten, konnte leider nicht erfüllt werden, da die Zeit dafür zu knapp war. Umso mehr wurde aber der Wunsch geäußert in diesem Bereich weiter zu forschen und den begonnenen Prozess der Sozialen Offensive im Jugendsport fortzusetzen. Ebenfalls betonten die TeilnehmerInnen noch die Notwendigkeit einer stärkeren und aktiveren Einbeziehung der beteiligten Landessportjugenden im Qualifizierungsprozess.

 

Jan Holze signalisierte gegenüber den SchulungsteilnehmernInnen die Bedeutung der Sozialen Initiativen für die Deutsche Sportjugend und versprach den Teilnehmern sich auch weiterhin hierfür stark zu machen. Abschließend überreichte er im Namen des gesamten Vorstandes der dsj die Teilnahmebescheinigungen an die TeilnehmerInnen der Qualifizierungsreihe. Mitgebrachte dsj-Broschüren wurden an die TeilnehmerInnen verteilt und fanden großen Zuspruch.

Die beauftragten Referenten des Kurses, Peter Wehr und Claus-Peter Hullmann versicherten gegenüber den Vertretern der dsj, dass sich bei dieser Regionalgruppe ein sehr produktives Team mit hervorragenden Eigenschaften gebildet hat. Dies konnte am Vortag mit der HDI-Methode bestätigt werden.

Zum Schluss wurde noch auf die Ausgestaltung der Internetplattform www.soziale-projekte-im-jugendsport.de  hingewiesen. Hierzu wird bezüglich einer Vernetzung der sozialen Initiativen im Jugendsport der Kontakt zu den einzelnen Teilnehmern weiter gepflegt.

 

Seminarinhalte der Qualifizierungsreihe – Regionalgruppe 2 waren:

  • Erarbeitung von Grundlagen zur Anwendung des Qualitätssicherungsverfahrens EFQM im Bereich von Sozialen Initiativen im Jugendsport
    • Leitbildentwicklung,
    • Zielfindung und Zielbeschreibung,
    • Projektmanagement,
    • Evaluationsmethoden
  • Entwicklung von Instrumenten und Verfahrensschritten zur Anwendung von EFQM

Die Qualifizierungsreihe wurde im Auftrag der Deutschen Sportjugend von der Hullmann & Wehr GbR / Essen durchgeführt.

Die TeilnehmerInnen des Kurses bestätigten gegenüber der  Deutschen Sportjugend die sehr gute Betreuung und die fachliche Kompetenz der beiden Seminarleiter. Ebenfalls hoffen die TeilnehmerInnen des Kurses, dass die Deutsche Sportjugend diesen Bereich im Jugendsport, der ohnehin einen enormen Förderungsbedarf aufweist weiter zu unterstützen